Eine der großartigsten Eigenschaften, mit der wir Menschen ausgestattet sind, ist die Fähigkeit sich zu entscheiden. Oft wird diese Tatsache, wenn es um Kirche geht, übersehen.

Wir können einfach davon ausgehen, alle Kirchengemeinden sind gleich. Deshalb werden sich Menschen die nächstgelegene Gemeinde anschließen. Andere könnten denken, wir waren zuerst hier, also sind wir die Kirche für diesen Ort. Andere sind überzeugt, dass Christen nur eine Kirche ihrer Denomination aussuchen werden.

Wir müssen uns endgültig von diesen Annahmen verabschieden! So denken immer weniger Menschen heute. Die Generation Y ist ein gutes Beispiel dafür. Zu dieser Generation gehören unsere jungen Berufseinsteiger. Um der Jahrtausendwende waren sie Teenager. Ein Kennzeichen dieser Generation ist, dass sie schon immer eine große Anzahl von Optionen zur Auswahl hatten. Sie hatten nicht nur ein Telefon, sie hatten Festnetz und Handy. Dazu noch die Auswahl von zig Tarifen und Anbietern. Es gab nicht nur drei TV-Programme, sondern schon immer eine Vielzahl davon. Bevor sie einen Kaffee bestellen, müssen sie wissen ob mit oder ohne Milch. Die Milch fettarm oder nicht. Klein, mittel oder groß. Um nur ein paar der Alternativen zu nennen.

Diese Realität beeinflusst auch wie wir effektiv neue Kirchen starten. Menschen werden nicht automatisch in unsere Gemeinden kommen. Sie werden eine Entscheidung treffen. Ganz am Anfang der Gründung unserer neuen Gemeinde im Ilm-Kreis, möchte ich deshalb ein paar wichtige Fragen klären. Damit biete ich Menschen eine Entscheidungshilfe an, damit sie sich für unsere neue Gemeinde, aber auch aufrichtig für eine andere Kirchengemeinde, entscheiden können.

Hier sind zwei der Fragen die ich gerne beantworten möchte:

Was für eine Kirchengemeinde sind wir? Sind wir eher traditionell oder sind wir Avantgarde? Wollen wir eine Zielgruppe erreichen oder wollen wir lieber die Menschen eines Gebietes erreichen? Wie wichtig sind Gemeinschaft, Evangelisation, Musik, Mission, Diakonie, Gebet, Bibel und neue Medien für uns? Welche Rolle spielen Menschen die zur Gemeinde und die nicht zur Gemeinde gehören?

Wir brauchen viele unterschiedliche Gemeinden um viele verschiedene Menschen mit Gottes unschlagbares Angebot bekannt zu machen. Entscheidend ist nicht was wir für eine Gemeinde sind. Wichtiger ist das wir wissen, was für eine Gemeinde wir sind. Heute sind ganz unterschiedliche Kirchengemeinden erfolgreich. Was sie miteinander gemein haben ist ein klares Verständnis was sie für eine Kirche sind.

Wofür sollen Menschen ihr Leben investieren? Die Entscheidung sich einer bestimmten Kirchengemeinde anzuschließen ist keine oberflächliche Entscheidung. Kirche beeinflusst unser ganzes Leben.

Unsere Gemeinde beansprucht unsere Zeit. Sie beeinflusst den Umgang mit unseren Finanzen. Sie prägt unser Familienleben. Sie wirkt bis in unsere Arbeitswelt und unsere Freizeit hinein. Auf den Punkt gebracht, Gemeinde ist ein Investment fürs Leben. Bevor irgendein Mensch dieses Investment betätigt muss er wissen wofür er sein Leben investiert. Jeder von uns hat ja nur dieses eine Leben.

Deshalb will ich klar artikulieren wofür Menschen ihr Leben investieren. Sie sollen spüren, dass sie ihr Leben für etwas wertvolles und ewiges investieren.

Frage: Wenn du eine neue Kirchengemeinde starten würdest, wofür wäre sie bekannt?

Ein Gedanke zu “Warum sollte sich jemand für unsere Kirche entscheiden?

  1. Hallo!

    Starten würde ich mit einem Angebot, welches die meisten Menschen, egal welchen Alters, heute mehr benötigen, als die meisten Christen + eben jene, die nach Hilfe suchen, – denken.

    – Seelsorge / Lebenshilfe / Begleitung –

    Hierbei denke ich einfach mal an die Zeit zurück, in der ich anfing, mich überhaupt für Kirche + Glaube zu interessieren. Ich war im Konfirmanden-Kurs der Evg. Gemeinde unseres Ortes. Es gefiel mir, was ich so hörte, aber niemand war da und bot mir Hilfe an, das was ich gerade hörte, auch im „normalen“ Leben in die Tat umzusetzen, bzw. die Bibel noch besser verstehen zu lernen.

    In dem Alter hat man zwar noch nicht all so viele Probleme, – aber sie fangen dann langsam an. Und je älter ich wurde, umso dramatischer wurden sie auch zum Teil.

    Hätte ich damals schon mehr Ideen bekommen, welche Hilfe mir der Glaube und das Wort + besonders die Kirchenmitarbeiter hätten noch geben können, ich wäre sicherlich viel früher auf die richtigen Wege gelangt.

    Die Gemeinde sollte immer in erster Linie auf die Schwachen und Hilfsbedürftigen ausgerichtet sein. Egal, was Jesus alles in seinen Plänen hatte, – Nichts war für ihn wichtiger als sich zuerst um die Schwächsten zu kümmern.

    Alles was mir Schmerzen bereiten kann, geistiger oder physischer Natur, ist für mich der größte Dorn im Leben. Und ich bin ständig bemüht, mir möglichst keinen einzufangen. Aber mit meinem Bemühen habe ich die Rechnung ohne die Welt um mich herum gemacht.
    Was also liegt da näher, – – – als mein Bedürfnis nach: -neuen Ärzten, -neuen Medikamenten, -neuen Vorbeugemaßnahmen.

    D.h.: – christl. Seelsorger/Gott -, – die Bibel -, – eine starke Gemeinde –

    Liebe Grüße
    Jörn

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