Vor vielen Jahren prägte Esso den Reklamesatz „Es gibt viel zu tun, packen wir’s an!“ Und das scheint auch richtig zu sein. Wenn es viel zu tun gibt, dann muss man anpacken und etwas tun.

Mich beeindruckt jemand der es vor vielen tausenden von Jahren trotzdem anders gemacht hat. Nehemia. Er hörte von den wirklich tragischen und schlimmen Zustände in seiner Heimat. Dennoch hat er nicht gleich mit angepackt. Er hat sich zuerst mal hingesetzt:

Als ich das hörte, setzte ich mich hin …
(Die Bibel, Nehemia 1,4; HfA)

Wenn es viel zu tun gibt, dann sollten wir nicht einfach irgendetwas tun. Am besten wir setzen uns zuerst einmal hin! Genau das tue ich in diesem Monat. Er ist für mich ein „Think & Pray“ Monat. D.h. ich nehme mir diese Zeit, um zu beten, nachzudenken und zu planen. Warum? Weil …

… ich nicht einfach beschäftigt sein will. Ich will etwas bewegen! Beschäftigt zu sein ist nicht das Problem. Hier predigen, dort predigen. Bei diesem Treffen dabei sein und noch hier und dort mithelfen. Es gibt einfach viel zu tun.

Ich will aber nicht einfach viel tun. Ich will etwas bewegen. Etwas, dass bedeutungsvoll ist für Menschen hier und jetzt und auch in alle Ewigkeit. Um das zu erreichen muss ich sehr fokussiert arbeiten. Der Grund warum wir oft nicht effektiv sind, liegt nicht darin, dass wir zu wenig tun. Vielmehr liegt er darin, dass wir zu viel tun!

… Gott auch einen Plan hat! Gerade habe ich in der Bibel gelesen, dass Gott, lange bevor die Welt erschaffen wurde, an uns gedacht hat. Er hatte damals schon genaue Vorstellungen was er mit und für uns vorhat.

Gott wollte nicht irgendetwas tun. Er wollte etwas bestimmtes, bedeutungsvolles erreichen. Deshalb hat er einen Plan erstellt, einen Heilsplan für die Menschheit. Gott hat einen Plan für unser Leben. Leider haben so viele Christen keinen Plan von diesem Plan!

… ich nicht im Bereich des Menschen möglichen mich aufhalten will! Anhand von Erfahrungen und Kompetenzen könnte ich mir Ziele setzen die im Bereich des Möglichen liegen. Damit könnte ich auch schon was erreichen. Aber, wenn es unseren Gott wirklich gibt, dann will ich sicher stellen, dass meine Ziele eben nicht in diesem Bereich liegen.

Ich möchte mir Ziele setzen, die weit über meine Möglichkeiten und Kompetenzen liegen. Ich möchte Gott herausfordern sich zu zeigen. Ich plane nicht einen netten Beitrag zu leisten. Ich plane einen himmelweiten Unterschied zu machen. Ich möchte mich auf einen Plan einlassen, der mich ständig in die völlige Abhängigkeit von Gott treibt.

Erleben wir eventuell so wenig von Gottes Größe, weil unsere Pläne und Vorhaben sie gar nicht erforderlich machen?

Frage: Wann setzt du dich mal hin? Wie nimmst du dir Zeit zum Nachdenken, Beten und Planen? Schreib doch einen kurzen Kommentar. Von deinen Erfahrungen werden andere profitieren!

2 Gedanken zu “Es gibt viel zu tun – setzen wir uns zuerst mal hin!

  1. Da bin ich leider nicht vorbildlich, aber ich bewege Gedanken, aufleuchtende Bibelverse in meinem Herzen, wann immer ich irgendwo nicht viel denken muss, … im Bus, beim Gehen, bei stupiden Routinearbeiten …, und ich danke für den Gedanken oder Vers und bitte, dass ich rechtzeitig erkenne, wie das praktisch werden soll.
    Inzwischen weiß ich, dass mir Gott oft schon monatelang vorher ins Herz spricht. ich wundere mich betend, was das bedeuten soll, und irgendwann ist die Zeit da und es macht „plopp“. Vielleicht wie bei David, er wurde als kleiner Hirtenjunge zum König gesalbt, aber es dauerte noch, bis die Verheißung reif war. Oder bei Simon und Hanna, sie wussten, dass sie den Messias noch sehen werden, da hieß es betend warten.
    Aber Gott schafft es, dass ich wichtige Gedanken immer wieder hoch hole (wiederkäue im Gespräch mit IHM), auch wenn ich nicht stundenlang oder nach Stundenplan bete. Klar, ich höre (fast) täglich Gottes Wort, aber das ist nicht mit planmäßigem stundenlangem Gebet bei mir verbunden. Aber es kann auch passieren, dass ich mich wirklich für längere Zeit in die Natur zurück ziehe oder in meinen Schlafsack verschwinde. Wenn ich dann nicht liege, sondern knie, wissen alle, die mich in einem Zimmer finden, dass ich nicht gestört werden möchte. Aber das ist bei mir immer recht spontan und unplanmäßig.
    Vielleicht bin ich da auch noch unreif, aber Gott ist treu.

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