Abschied nehmen ist nicht leicht. Ankommen aber auch nicht. Ankommen ist verwoben mit kleinen Hindernissen. Hier sind einige die mir, beim Ankommen in Thüringen und Arnstadt, über den Weg gelaufen sind:

„Wie fühlst du dich?“ ist eine schwierige Frage
Wenn mich jemand fragt „wie geht es dir“ oder noch besser „wie fühlst du dich“, dann könnte meine Antwort etwas länger ausfallen. Denn meine Gefühle richtig zu benennen ist nicht immer eindeutig machbar. Manchmal fühle ich mich richtig gut und dann fühle ich mich wieder als Fremder in einer ganz fremden Umgebung.

Ich habe mir vorgenommen meine Gefühle jetzt nicht allzu genau zu analysieren. Jetzt gehe ich einfach in die Richtung weiter in die mich Gott geführt hat. Meine Emotionen werden irgendwann wieder besser zu beschreiben sein.

Warum kann es nicht einfach funktionieren?
Wenn man sich mutig auf eine Mission für eine wichtige Sache begibt entsteht der Gedanke, dass dann wenigstens die Kleinigkeiten im Leben gleich richtig funktionieren. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass dem nicht so ist. Selbst wer sich für Noble und Bedeutungsvolle Dinge in unsere Welt einsetzt muss mit den kleinen und unangenehmen Widerwertigkeiten des Lebens rechnen.

Der Telefonanschluss wird nicht rechtzeitig freigeschaltet. Die Tapete klebt nicht an der Wand wie sie soll. Die Matratze auf dem Boden würde auch keinen Preis für bequemes Schlafen gewinnen. Und ich mag fast Food – aber irgendwann möchte man wieder was richtiges Essen!

Aber es ist nicht alles holprig. Vieles klappt auch besser wie man denkt. Da sind Handwerker da, die sogar Zeit haben zu helfen. Da gibt es die ersten nette Gespräche mit den neuen Nachbarn. Und nicht alles ist fast Food. Da gibt es den netten Italiener, der mir auch mal was leckeres Kocht. Und bei dem Namen muss er fast zu meinem Stammlokal werden. Er heißt „12 Apostel“.

Die Suche nach dem eigenen Rhythmus
Zurzeit weiß ich nicht auf welcher Baustelle ich mehr Zeit verbringen soll. Ich bin jetzt innerhalb der letzten zwei Monaten bei meiner vierten Baustelle angekommen. Hoffentlich auch meine letzte Baustelle. Es handelt sich um unsere schöne neue Wohnung.

Für mich bedeuten die Baustellen, dass ich meinen gewohnten Tagesrhythmus völlig knicken kann. Mal muss ich bis 23.00 Uhr streichen um dann am nächsten Tag früh den Raum zu richten damit die neue Küche kommen kann. Nebenbei wartet meine eigentliche Arbeit ruhig auf mich – und erledigt sich nicht von selbst. Das gute an einem Rhythmus ist, er hilft uns entspannt zu leben. Keinen Rhythmus zu haben erschöpft uns.

Ich merke wie ich Selbst-Disziplin anwenden muss um in meiner neuen Situation meinen eigenen Rhythmus wieder zu finden.

Dennoch, will ich Hindernissen und Widerständen nicht missen!
Man könnte fast denken, dass ist eine Liste von Gründen warum wir uns nicht auf Neues einlassen sollten. Im Gegenteil. Es ist der Weg zu einem bedeutungsvollen Leben. Nichts wirklich wertvolles wurde ohne die Überwindung von Hindernissen und Widerständen erreicht!

Was ist für dich so bedeutungsvoll, dass du bereit bist dafür Hindernisse und Widerstände zu trotzen?

 

8 Gedanken zu “Ankommen – mit kleinen Hindernissen

  1. Hallo James,

    so gut Dich hier zu haben. Danke, dass Du Dich auf den Weg gemacht hast.
    Thüringen ist reif für Gott, und ich freu mich das gemeinsam zu erleben.

    Blessings!
    Manfred

  2. Hallo James,
    mit Spannung und Ungeduld habe ich auf deinen nächsten Eintrag gewartet. Wollte Dich schon fragen, warum so lang nichts kam. Aber dann dachte ich mir, dass du ne ganze Menge um die Ohren haben wirst.
    Ohne Regen würden wir in der Wüste leben, ohne Schwierigkeiten wüssten wir gar nicht, wie schön es ist, wenn sie endlich überwunden sind. Und ohne Anstrengung wär das Leben fad und leer.
    Ich wünsch dir ganz viel Weisheit, das richtige zur richtigen Zeit anzupacken. Da hilft der Heilige Geist sogar in menschlichen Banalitäten, so wie heute bei mir auf Arbeit. Plötzlich durchzuckte mich ein Gedanke, der noch rechtzeitig Verwechslung und Chaos verhinderte.
    Viel Kraft, um das zu heben, was dran ist. Viel Geduld, wenn doch mal nicht alles nach Plan läuft, viel Freude am Neuen und viele neue Begegnungen.

    margarete

    Philipper 4,13: Nichts ist mir unmöglich, weil der, der bei mir ist, mich stark macht.

  3. lieber james und liebe christel
    an Hindernissen ist das Gute sie wollen einfach überwunden werden. w
    Wie wir das schaffen, alleine mit IHM unserem treuen Helfer, JESUS. Mit meinem GOTT kann ich über Mauern springen….,, das wünschen wir euch von Herzen . Alles Liebe von Otto und mir und fühlt euch umarmt. Danke für deine BLOGS-
    Liebe Gruesse
    doris

  4. Sieht doch gut aus! 🙂 Fast voller als davor! 😀

    Ich seh schon, langsam kommt Routine rein in das ganze Renovieren 😉
    Ist jetzt zwar unglaublich anstrengend, aaaber es wird sich lohnen! 🙂
    Anfang Mai muss es ja fertig sein! 😛
    Ich sorge dann auch dafür, dass du nicht mehr Fast food zu dir nehmen musst! 😉

    So, dann hau mal noch rein! 🙂

    Bis bald!

  5. Hallo James,

    ich finde es so klasse das du das machst und uns hier auf dem laufenden hälst.
    Gemeindegründung ist echt ein Abendteuer – und Gott mag Abenteurer!
    Go for it. Damit wir überall „mehr Kirchen“ haben.

    viele Grüße,
    Jonathan

  6. HERRLICH DICH SO ZU SEHEN !!!

    Lieber James,
    soeben komme ich vom Gebet zurück aus Hemmingen.
    Natürlich haben wir für Dich, für Christel gebetet, damit auch sie bald DIE Arbeitsstelle bekommt, die der HERR für sie vorbereitet hat.
    Dann wird Deine „Gehilfin“ auch bald unter der Woche bei Dir sein und wird mit Dir „kämpfen“…
    Der HERR ist gut!!!
    Hindernisse und Widerstände gehören zum Leben.

    Ganz liebe Grüße von uns beiden.
    Rosa und Willi Kasch

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