Letzten Sonntag nahm ich Abschied von Hemmingen. Nach 23 Jahren, 6 Monaten, 2 Wochen und 4 Tagen ging mein Dienst als Pastor der Aufwind-Gemeinde Hemmingen zu Ende.

Viele gute Erinnerungen werde ich mitnehmen, wenn mich meine neue Aufgabe am 1. April 2013 in das grüne Herz Deutschlands, nach Thüringen führt. Zwei davon möchte ich hervorheben:

  • Als ich Ende der Achtziger Jahre nach Hemmingen kam, durfte ich als Vikar die kleine Volksmissions-Gemeinde übernehmen. Als jüngster regelmäßiger Gottesdienstbesucher fing ich gemeinsam mit anderen an unsere Gottesdienste und unser Gemeindeleben „upzudaten“. Wir wollten eine Gemeinde schaffen in der die Eingangstüren nicht einer Zeitmaschine gleichen: Wenn man durch die Tür tritt, wird man fünfzig oder noch mehr Jahre in die Vergangenheit transportiert. Inzwischen erfreuen sich, anstatt der anfänglich durchschnittlich 25 bis 30, heute etwa hundert regelmäßige Gottesdienstbesucher an einem zeitgemäßen Gottesdienst. Dabei ist keineswegs nur eine Jugendgemeinde entstanden. Vielmehr eine Gemeinde in der Jung und Alt ganz selbstverständlich miteinander im Leben und Glauben unterwegs sind. Vom Urenkel bis zur Uroma und zum Uropa treffen sich alle in der Aufwind-Gemeinde. Dabei erleben die Menschen die lebensnahen Predigten als hilfreich für ihren Alltag.
  • In den letzten zwei Jahrzehnten konnte ich mich mit anderen für die Einheit der Kirchen stark machen. Am Anfang meiner Dienstzeit herrschte ein Schweigen zwischen den Kirchen und Gemeinschaften in Hemmingen. Das hat sich um 180 Grad gewandelt. Vor ca. neun Jahren entstand die Idee bei Pastor Reimund Stahl und mir einen gemeinsamen Gottesdienst auf dem Hemminger Straßenfest zu veranstalten. Seit dem gibt es zusammen mit der Katholischen Kirche und der evangelischen Kirche einen gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst auf dem Hemminger Straßenfest. Heute erleben Christen in Hemmingen eine starke Einheit und Zugehörigkeit zueinander. Dass wir unterschiedliche Frömmigkeitsstille haben ist nicht hinderlich. Unser Gott ist schließlich ein Gott der Vielfalt.

Das sind nur zwei Highlights aus meinen Erinnerungen an die Zeit in Hemmingen. Aber es gibt noch viel zu tun. Jesus Christus hat seine Kirche mit einem konkurrenzlosen Angebot von Hoffnung und Erlösung in unsere Welt gesandt. Ich wünsche, dass die Aufwind-Gemeinde mit den Gemeinschaften und Kirchen vor Ort diese wertvollen Schätze in jeden Verein, jede Einrichtung und Organisation von Hemmingen hinein tragen. Die Gute Nachricht von Jesus Christus ist der Gemeinde Jesu anvertraut – aber nicht um ihrer selbst Willen. Sie gehört der Welt. Sie gehört allen Menschen in Hemmingen. Gottes Gemeinde hat die Mission sicherzustellen, dass sie auch alle Menschen in Hemmingen erreicht:

 Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht. (Die Bibel, Johannes 3,16)

In diesem Sinne verabschiede ich mich und wünsche allen Menschen in Hemmingen Gottes Segen!

Ein Gedanke zu “Abschied von Hemmingen

  1. Lieber James!!!

    Du fehlst uns jetzt schon….
    Du weißt, dass wir uns verpflichtet haben für Dich und Christel zu beten und außerdem steht unsere Senioren-Gebets-Gruppe ständig hinter euch im Gebet.
    Der HERR segne euch beide und gebe euch die Ruhe und Gelassenheit zu warten, bis der Herr euch den nächsten Schritt zeigt, den ihr gehen sollt.

    Es grüßt euch
    Rosa Kasch

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