Junge Leiter in Gemeindegründung III

[guestpost]“Junge Leiter in Gemeindegründung:” Gemeindegründung ist für viele ganz fremd und ganz weit weg. In diesen Beiträgen schildern junge Leiter ihre Erfahrungen mit Gemeindegründung. Dominik Pöllner, Student der Oberstufe, des Theologischen Seminars BERÖA, erzählt hier von seinen Erfahrungen.[/guestpost]

Schon lange begeistert mich Gemeindegründung. Jetzt hatte ich endlich die Möglichkeit, in Form meines Praktikums zwei Monate bei James und dem Gemeindegründungsteam zu verbringen. In dieser Zeit durfte ich das Team bei bedeutenden Schritten in der Gemeindegründung begleiten:

Das erste Treffen & die erste Kleingruppe

So durfte ich beim ersten öffentlichen Treffen („Sonntag mit Freunden“) dabei sein, wo mehr als 40 Besucher das Evangelium hören konnten. Auch in der Entwicklung von Kleingruppen-Konzepten durfte ich in der Anfangsphase dabei sein:  Wenn sich Menschen für ein Leben mit Jesus entscheiden, will das Team gut vorbereitet sein. Menschen sollen nämlich nicht zu frommen Kirchgänger werden welche bei der Entscheidung für ein Leben mit Jesus stehen bleiben. Gottes Ziel ist es, Menschen in seine Nachfolge in die Jüngerschaft zu rufen. Ein Jünger sollte erzählen können, was Gott in seinem Leben getan hat und das Evangelium weiter geben können. Um dies zu ermöglichen wurde ein Kleingruppenkonzept (basierend auf T4T) entworfen. Dieses Konzept wird nun im Vorfeld vom Gründungsteam einstudiert, damit anschließend jeder einzelne im Stande ist, in der Kleingruppe Jünger und Kleingruppenleiter auszubilden. Weiterlesen „Junge Leiter in Gemeindegründung III“

Gemeindegründung funktioniert

Vor zwei Wochen luden wir zu einer House-Party ein. Dabei habe ich festgestellt, es funktioniert. Gemeindegründung funktioniert. Der Anlass für die Party? Mein Team feierte Einjähriges. Seit Januar 2013 sind sie in Arnstadt. Die ersten sechs Monate waren Studienzeit der BMS Gospeltribe. Dann suchten sie sich Wohnungen, Arbeit und wurden „Arnschter“.

In dieser ganzen Zeit war es unser Ziel „Teil der Stadt“ zu werden. Weiterlesen „Gemeindegründung funktioniert“

Ein Jahr später! Teil II

Diese Tage sind ganz besondere Tage für mich. Ich bin seit einem Jahr Regionalleiter der BFP-Gemeinden in Thüringen. Am 2. Juni 2013 wurde ich in diese neue Aufgabe eingesetzt. Jetzt schaue ich bereits zurück auf 365 Tage im Amt. Das ist für mich ehrfurchtgebietend. Hat sich denn etwas in diesem Jahr getan? Natürlich will ich mir selber keinen falschen Erfolgsdruck machen. Aber ich möchte etwas bewegen. Ich möchte, dass mein Leben zählt! Ganz dankbar war ich deshalb, als mich das leise Gefühl beschlich, dass sich doch etwas bewegt hat. Heute und in meinem letzten Blog nenne ich ein paar dieser Dinge kurz:

In Arnstadt war ich noch beim Tapezieren unserer Wohnung, als ich einen brisanten Anruf bekam.

Eine Krise wendet sich zum Guten

Da war ich also kaum in Thüringen angekommen, schon standen Konfliktsituationen vor der Tür, woraus eine Gemeindespaltung hervorging. Viele Kilometer und viele Stunden sind investiert worden, um die Gemeindeleitung durch diese schwere Zeit zu begleiten.

Vor ein paar Wochen, nach viel Schmerz und Trauer, dann die Wende zum Guten. Unsere Gemeinde in Gera hat ein neues Pastorenehepaar. Und was für ein Leiterehepaar! Rob und Carol Schröder! Rob war Jahrelang Regionalleiter des BFP für Nord-Bayern. Er war im Leitungsteam der Gemeindeberatung des BFP und im Leitungsteam des Gemeindegründungswerkes im BFP. Er hat auch bereits die Region Thüringen im Leitungsteam unseres Gemeindebundes vertreten. Er ist ein Mann mit hoher Integrität und ein echter Team-Builder.

Ganz besonders möchte ich meine Hochachtung der Gemeindeleitung von Gera-Erlensee aussprechen. Ihr seid klasse! Ihr seid gute Leiter gewesen in dieser schweren Zeit. Ihr habt einen Weg für eine neue Zukunft gebahnt. Ich ziehe meinen Hut vor euch. Danke! Gott wird eure Treue belohnen!

Eine neue Kirchengemeinde entsteht

Als ich in Arnstadt ankam, kannte ich niemand. Jetzt darf ich miterleben, wie ein Team für die Gründung der neuen Kirchengemeinde im Ilm-Kreis entsteht. Wunderbare junge Menschen aus verschiedenen Teilen unseres Landes sind nach Arnstadt gekommen und werden auch noch etwas länger bleiben. Die Grundlage für diesen Einsatz verdanken wir Gospeltribe. Eine geniale Gruppe! Gleichzeitig freue ich mich, Christen vor Ort kennen zu lernen, die sich mit unserem Team verbinden, um gemeinsam eine Basis für die neue Gemeinde zu bilden.

Manchmal denke ich, wir müssten schon viel weiter sein. Aber dann erkenne ich, was geschehen ist. Wir haben zusammen über 200 Menschen bereits namentlich kennengelernt und beten auch namentlich für sie. Wir haben uns hier angesiedelt und sind alle auf irgendeine Weise Teil dieser schönen Stadt geworden. Und wir gründen nicht nur die Gemeinde in Arnstadt, sondern eine Kirchengemeinde für den ganzen Ilm-Kreis.

Meine lieben Freunde hier in Arnstadt. Ihr seid ganz besondere Menschen. Welche eine Ehre für mich, mit euch eine Gemeinde des lebendigen Gottes starten zu dürfen!

Es muss noch viel geschehen. Ja, aber ein Anfang ist gemacht. Wo kein Anfang ist, kann auch nichts weitergehen. Wo aber kleine Anfänge geschätzt werden, kann viel Gutes entstehen:

Denn wer hat, die kleinen Anfänge verachtet? (Die Bibel, Sacharja 4:10)

Ein Jahr später! Teil I

Diese Tage sind ganz besondere Tage für mich. Ich bin seit einem Jahr Regionalleiter der BFP-Gemeinden in Thüringen. Am 2. Juni 2013 wurde ich in diese neue Aufgabe eingesetzt. Jetzt schaue ich bereits zurück auf 365 Tage im Amt. Das ist für mich ehrfurchtgebietend. Hat sich denn etwas in diesem Jahr getan?

Natürlich will ich mir selber keinen falschen Erfolgsdruck machen. Aber ich möchte etwas bewegen. Ich möchte, dass mein Leben zählt! Ganz dankbar war ich deshalb, als mich das leise Gefühl beschlich, dass sich doch etwas bewegt hat. Heute und in meinem nächsten Blog werde ich ein paar dieser Dinge kurz nennen:

Ein Plan entsteht

Gerade am Ende meines ersten Jahres merke ich, wie größere Klarheit über das, was Gott vorhat, entsteht. Daraus erkenne ich auch, welche nächsten Schritte zu gehen sind. In diesem Jahr konnte ich alle Gemeinden unseres Gemeindebundes in Thüringen (bis auf eine) besuchen, was mir einen Einblick in unsere Gemeindelandschaft gewährte. Diese ersten und wackligen Gehversuche in meiner neuen Aufgabe haben mir geholfen, Ansätze für Wege nach vorne zu erkennen. Was lerne ich daraus?

• Manchmal muss man einfach ins Wasser springen.
• Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl für die Materie, und …
• Man fängt an, zielorientierter und kräftiger zu schwimmen.

Ich bin Gemeindegründer geworden

Das hört sich vielleicht selbstverständlich an. Bin ich nicht deshalb auch nach Thüringen gekommen? Nun ja, am Anfang war ich mir nicht sicher, ob ich der geborene Gemeindegründer bin. Ich habe Gemeindegründer begleitet und durch Trainingsangebote unterstützt. Ich war mitverantwortlich, dass Gemeindegründer nicht aufgaben und überhaupt an den Start gingen. Aber ich war nie der Gemeindegründer! Gott hat Zeit gebraucht, um mir Mut zu machen, die Aufgabe anzupacken. Anfangs dachte ich daran, einen Gemeindegründer nach Arnstadt zu holen und diesen dann zu begleiten. Nun, ich warte nicht länger. Ich packe die Sache an. (Ich bete jedoch weiter für junge Leiter an meiner Seite, die mich hier in Thüringen unterstützen.)

Frage: Was konntest du in den letzten 6 bis 12 Monaten bewegen?

Wie gelingt ein guter Start in einer neuen Stadt?

Arnstadt ist eine neue Stadt für mich. Ich würde mich freuen, wenn mir dort ein guter Start gelingt.

Bis vor kurzem wusste ich gar nicht, dass es diese wunderschöne Stadt gibt. Inzwischen freue ich mich sehr darauf in diese Stadt zu leben. Damit mir ein guter Start gelingt, bin ich dabei folgendes zu tun:

Lernen: Letzte Woche durfte ich mich mit Gemeinde- und Unternehmensberater Michael Winkler treffen. Michael arbeitet seit einigen Jahren auch in den neuen Bundesländern. Ich bat ihn um etwas Zeit, damit ich von seinen Erfahrungen lernen konnte. Eine Sache habe ich dabei gelernt – lerne! D.h. höre den Menschen zu und lerne von ihnen. Die leben schließlich viel länger dort. Um gut anzufangen muss man nicht allzu viel wissen. Aber man sollte bereit sein viel zu lernen.

Örtlichkeit: Am vergangenen Freitag war ich mit meiner Frau in Arnstadt. Dort haben wir ein Büro in der alten Handschuhfabrik in der Rosenstraße in Arnstadt besichtigt. Das ganze Komplex wird vom Wirtschaftszentrum Arnstadt verwaltet. Ich werde im neuen Jahr ein schönes, helles, 24 qm großes Büro beziehen können. Vorher wird noch ein neuer Laminatboden verlegt und die Wände neu gestrichen.

Es gibt einen wichtigen Grund warum ich mich gerade über dieses Büro freue. Es befindet sich im Zentrum von Arnstadt. In diesem Gebäude haben verschiedene Menschen ihre Büros. Diese Menschen sind bereits in der Stadt tätig. D.h. in diesem Gebäude komme ich schnell in Kontakt mit Menschen der Stadt.

Direkt vor meinem Büro befindet sich zudem das Altstadt-Café. Dort werde ich sicherlich ab und zu meinen Kaffeekonsum frönen und zu Mittag essen. Dabei werde ich wieder die Möglichkeit haben Menschen aus Arnstadt kennenzulernen.

Ein guter Start wird begünstigt, wenn man sich bei den Menschen der Stadt aufhält.

Beziehungen: Nach der Besichtigung des Büros sind wir nach Erfurt gefahren. Dort haben wir uns mit Gabi und Manfred Obst getroffen. Manfred ist Pastor einer Kirchengemeinde in Erfurt und Regionalleiter unseres Gemeindenetzwerkes in Thüringen. In ca. einem Jahr soll ich seine Nachfolge in der Regionalleitung antreten.

Mit Gabi und Manfred waren wir bei einem tollen Italiener. In gemütlicher Ambiente bei gutem Essen konnten wir uns näher kennenlernen. Und das Fazit des Treffens? Das sind ganz netter Leute! Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit in Thüringen.

Beziehungen zu Menschen vor Ort aufzubauen und zu pflegen wird eine enorme Hilfe sein, damit mir ein guter Start gelingt.

Bist du schon mal in einer neuen Stadt umgezogen? Wenn ja, wie ist dir ein guter Start gelungen? Schreibe einen Kommentar. Ich freue mich von dir zu hören.