Brauchen wir neue Kirchen?

Gemeindegründung ist nichts neues in der kirchlichen Landschaft. Fast jede kirchliche Gruppe gründet heute in Deutschland neue Kirchengemeinden. Die evangelische Landeskirche tut es und die Freikirchen tun es auch. Ebenso die landeskirchlichen Gemeinschaften. Dennoch stoß ich immer wieder sinngemäß auf die Frage “ brauchen wir neue Kirchen?“

Es gibt verschiedene Begründungen warum der Bedarf an neuen Kirchengemeinden nicht gleich ins Auge springt. Hier drei davon:

Es gibt doch schon genug Kirchen in Deutschland
Für die heutigen Kirchgänger haben wir genug Kirchen und Gemeinden. Wenn es nur um die Menschen geht, die bereits aktiv zu einer Kirche gehören, dann brauchen wir wahrscheinlich nicht so viele neue Gemeinden.

Neue Gemeinde fischen im fremden Teich
Der Gedanke an einer neuen Gemeinde in der eigenen Stadt kann Ängste schüren. Die neue Kirche könnte schließlich die Schafe der bestehenden Gemeinden abwerben.

Wir sollten die bestehenden Kirchengemeinden zuerst wiederbeleben bevor wir neue Gründen
Jedes Jahr werden viele Kirchengemeinden geschlossen. Über die Jahre haben Menschen sich für diese Gemeinden investiert. Wäre es nicht sinnvoller unsere Energie und Ressourcen dafür einzusetzen, um diese Gemeinden wiederzubeleben anstatt sie zu beerdigen und neue zu gründen?

Ich beschäftige mich fast zwei Jahrzehnte lang mit dem Thema Gemeindegründung. Dabei bin ich von dem Standpunkt abgerückt, dass Gemeindegründung an sich die Lösung für die Kirche in unserem Land ist. Gleichzeitig bin ich fest davon überzeugt, dass die Gründung neuer Kirchengemeinden enorm wichtig ist für die Kirche und für die Menschen in unserem Land.

Deshalb will ich die berechtigte Fragen nicht leichtfertig vom Tisch wischen. Vielmehr möchte ich in nächster Zeit einige Aussagen von Menschen zum Thema Gemeindegründung in meinem Blog vorstellen. Ihre Aussagen haben mich von Gemeindegründung überzeugt. Sie sind mit schuld, dass ich meinen Beitrag in Thüringen leisten werde, damit neue Kirchengemeinden hier entstehen.

Welche Frage löst das Stichwort Gemeindegründung vor allem in dir aus?

Der nächste Schritt entscheidet: Teil III – Den Überblick bewahren durch Zeiten der Reflexion

Wer sich Zeit für die Reflexion nimmt kommt schneller voran. Ich habe mal gelernt, wer nicht plant, plant seinen Misserfolg. So ähnlich ist es mit der Reflexionszeit. Diese Zeiten sind für mich wichtig, damit ich mein Leben so lebe, wie mein Schöpfer es sich vorgestellt hat.

Folgende Reflexionszeiten kann ich empfehlen:

Täglich fünf Minuten für die Tagesplanung. Was will ich heute erreichen? Was muss ich heute erledigen? Habe ich genug Zeit für Unvorhergesehenes?

Wöchentlich zwei Stunden um die vergangene Woche zu Reflextieren. Welche Erfolge kann ich feiern? Was konnte ich nicht erledigen? Ich habe David Allens Buch „wie ich die Dinge geregelt bekomme“ als sehr hilfreich erlebt. Allen hat ein geniales System entwickelt um einen effektiven Wochendurchsicht zu machen.

Monatlich einen Tag zum Nachdenken und Beten. Einen Tag im Monat ohne Termine, nur mit Zeit, die Bibel, ein Notizbuch und einen guten Kaffee. Ich gehe auch gerne Spazieren. Das beflügelt meine Gedanken.

Jährlich ein paar Tage der Stille. In dieser Zeit ist es möglich mein ganzes Leben zu überprüfen. Bin ich noch an dem Platz an dem ich sein soll? Bin ich noch effektiv in dem was ich tue? Worauf möchte Gott meine Aufmerksamkeit lenken? Toll ist wenn man seine Stille Tage in einer landschaftlich schönen Gegend verbringt. Beim Wandern in den Bergen kommen mir sehr gute Gedanken.

Wer nicht plant, plant seinen Misserfolg. So ähnlich ist es mit der Reflexionszeit. Diese Zeiten sind für mich wichtig, damit ich mein Leben so lebe, wie mein Schöpfer es sich vorgestellt hat.

Wann war das letzte Mal, dass du dir Zeit genommen hast über dein Leben nachzudenken? Wann wirst du es wieder tun?

Der nächste Schritt entscheidet!

Heute fange ich eine kleine Blog-Serie zum Thema „der nächste Schritt entscheidet“ an.

Zurzeit durchlebe ich eine totale Umbruchsituation in meinem Leben. An einem Ort baue ich meine Zelte völlig ab. An einem anderen Ort wieder auf. Dazu gehört das Haus zu verkaufen, eine Wohnung für die Tochter einzurichten und eine neue Wohnung für uns zu finden. Zwei Jobs zu kündigen und zwei neue Jobs zu finden. Und all das muss in relativ kurzer Zeit über die Bühne. Wie schafft man das? Für mich lautet die Antwort, mache den nächsten Schritt.

Ein Beispiel: Bis wir eine Wohnung in Arnstadt unser eigen  nennen können ist es ein recht weiter Weg. Und oft scheint es als ob dieser Weg gar nicht endet. Aber mit jedem einzelnen Schritt kommen wir dem Ziel näher. Der Erfolg hängt davon ab, ob wir den Mut haben den nächsten konkreten Schritt zu gehen. Der Anruf beim Makler – ein konkreter nächster Schritt. Ein Termin mit der Bank ausmachen – ein konkreter nächster Schritt. Die Wohnung besichtigen – ein konkreter nächster Schritt.

Jedes Mal, wenn der nächste Schritt gegangen wurde, wurde wiederum der nächste Schritt sichtbar und auch gangbar. Was uns oft davon abhält Dinge anzupacken ist die schiere Größe einer Aufgabe. Der nächste Schritt dagegen ist machbar. Und je mehr nächste Schritte wir mutig gehen, desto näher kommen wir unserem Ziel.

Weil der nächste Schritt so entscheidend ist, werde ich in nächster Zeit folgende Aspekte in meinem Blog beleuchten:

  • Die Gleitsicht Brille: Wie der nächste Schritt uns hilft zielorientiert und gleichzeitig flexible unterwegs zu sein. Eine Gleitsicht Brille ermöglicht die Sicht in die Ferne und die Sicht in die Nähe. Zielorientiert zu leben gelingt heute in dem wir zwei Punkte im Blick haben: Das Ziel in der Ferne und der nächste Schritt in der Nähe.
  • Den Überblick bewahren: Wie kann ich auf Kurs bleiben, wenn ich nur auf den nächsten Schritt fokussiert bin? Das Zauberwort heißt Reflexion. Ich brauche Zeiten in denen ich keinen Schritt tue und stattdessen mich innerlich ausrichte.
  • Die Auswirkung des nächsten Schrittes: Was passiert wenn ich den nächsten Schritt gehe? Es passiert erstaunlich viel! Wer sich bewegt, bewegt etwas! Wenn du einen Schritt gehst, werden andere sich auch bewegen müssen.
  • Ausgebremst: Es gibt fiese Fallen, die uns daran hindern den nächsten Schritt zu gehen. Wenn wir sie entlarven verlieren sie ihre lähmende Wirkung auf uns.

Wie gesagt, über diese Aspekte werde ich in nächster Zeit schreiben. Ich freue mich, wenn du dich mit deinen Kommentaren aktiv an dieser Serie beteiligst.

Welchen entscheidenden nächsten Schritt bist du in letzter Zeit gegangen?

Der Kirchen-Pin

der kirchen-pin

Der Pin spielt auf die Markierung von GoogleMaps an. Gesuchte Orte – so auch Kirchen – werden auf einer Karte mit einem Pin gekennzeichnet. Das Symbol auf dem Pin stellt zum einen ein Plus dar (mehr Kirchen/neue Kirchen entwickeln) zum anderen ein Kreuz als plakatives Symbol für Kirchen.

Der Pin kann ein Ziel am Ende einer Route markieren. Das Ziel ist, neue Kirchen entstehen zu lassen.

Das Symbol ist dem Alltag einer web-affinen Generation entnommen und unterstreicht die Motivation, Kirche zu bauen, die lebensnah und kulturell relevant ist.

Was ist deine Meinung zum Kirchen-Pin?

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