Ich freue mich sehr diesen Gastbeitrag von Pastorin Sandy Arnold auf meinem Blog zu veröffentlichen. Seit September 2017 ist sie mit KirchenThür als Gemeindegründerin in Weimar unterwegs. Ebenso in diesem Monat hat sie ihren genialen Blog LAUT.atmen gelauncht. Schau mal vorbei, es lohnt sich.


„Ja, wann kannst du kommen?“

Das war der Satz durch den ich in Thüringen gelandet bin.

Hi! Ich bin Sandy Arnold. Tatsächlich bin ich Pastorin, jobbe aber nebenher noch als Klettertrainerin. Durch eine Stelle in Erfurt bin ich nach Thüringen gekommen. Da meine Liebe für das Land Thüringen ungebrochen ist, gründe ich in Weimar mit KirchenThür EINE neue Kirche.

Der Satz, der alles änderte

So steht es kurz zusammengefasst auf meinem Blog. Begonnen hat alles in meinem Theologiestudium auf dem Europäisch-Theologischen Seminar im Schwarzwald. Ich hatte – wie die meisten Studenten – nicht viel Geld und bin über einen Studienkollegen zu einem Aushilfsjob in Bonn gekommen. Dort verbrachte ich meine Semesterpause und lebte im selben Haus mit Jimmy Hong, dem Leiter von Summerride.

Summerride nimmt jeden Sommer seit ’93 Jugendliche mit nach Ostdeutschland, um dort Pioniergemeinden evangelistisch durch Sommereinsätze zu unterstützen. Da ich schon mal im Haus wohnte hatte ich keine Wahl und wurde kurzer Hand verpflichtet mitzuarbeiten.

Mein erster Einsatzort war 2009 Waltershausen. Dort stand ich nun an einem sonnigen Tag auf dem Marktplatz und verspürte eine große Liebe für Thüringen und die Menschen. Es war Manfred Obst, mit dem ich wenige Monate später telefonierte, und der auf meine Frage nach einer Stelle irgendwo in Thüringen mit diesem lebensveränderten Satz antwortete:

„Ja, wann kannst du kommen?“

Gemeindegründung ich komme

So war ich gesegnet von September 2011 bis August 2017 gemeinsam mit Manfred Obst in der Netzwerk Gemeinde in Erfurt als Jugendpastorin arbeiten zu dürfen. Nach kleinen Anfängen mit 3-4 Jugendlichen, welche in den letzten Jahren zu einer stabilen Gruppe mit aktiver Mitarbeiterschaft herangewachsen sind, wurde für mich klar, dass ich nach meiner Ordination 2016 gerne meinen Ruf nach Lk 14,23 („Geh auf die Feldwege und an die Zäune und dränge alle, die du dort findest, zu kommen, damit mein Haus voll wird!“) an anderer Stelle weiter verfolgen möchte. Aufgrund dessen und meines abenteuerlustigen Herzens habe ich mich von Gott bereitwillig in Gemeindegründung rufen lassen.

Warum ich Weimar jetzt schon liebe

Weimar steht für deutsche Größe wie für deutsche Schande. Die Höhen und Tiefen dieses zwiespältigen Ortes sind die Angelpunkte der Kulturgeschichte dieser Stadt: Von Luther, Bach Goethe und Liszt spannt sie den Bogen über die Geburt der Republik, den Aufbruch in die Moderne mit dem stattlichen Bauhaus und die Diktaturen des 20. Jahrhunderts bis heute.

Das ist meine Stadt! Eine Stadt der Geschichte und von Menschen, die Kultur und Geschichte atmen. „Denn die einzig wirklichen Menschen sind für mich die Verrückten, die verrückt danach sind zu leben, verrückt danach zu sprechen, verrückt danach, erlöst zu werden, und nach allem gleichzeitig gieren – jene, die niemals gähnen oder Phrasen dreschen, sondern brennen, brennen, brennen wie römische Lichter.“ Das ist ein Zitat von Jack Kerouac aus seinem Roman „Unterwegs“.

Ich glaube, dass Weimar voll ist von Menschen, die auf dieser Suche sind. Voll von Menschen, die Gott noch nie begegnet sind. Ich möchte ihnen durch die ConnectKirche Weimar die Möglichkeit geben, Gott kennen zu lernen, Freiheit zu erleben, ihre Bestimmung zu entdecken und einen Unterschied mit ihrem Leben in dieser Welt zu machen.


Hier könnt ihr mehr über Sandy erfahren. Eine Bitte hätte ich noch. Überlegt und betet mal darüber, ob ihr nicht Sandy und die ConnectKirche in Weimar unterstützen könnt. Deine Unterstützung für Sandy trägt dazu bei, dass es mehr Himmel auf Erden gibt und später mehr Menschen im Himmel.

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