Als ich meine erste Stelle als junger Vikar antrat, fragte ich: „Was werde ich verdienen?“ „Es wird schon reichen“, lautete die Antwort. Bis heute hat es gereicht. Dafür bin ich Gott dankbar.

Dennoch gibt es fünf Gründe, warum ich Gott meine finanzielle Versorgung nicht alleine überlasse:

Für Gott spielt Geld eine Rolle.

Natürlich kommt Gott gut ohne mein Geld aus. Er hat sich jedoch entschieden seine Absichten in unserer Welt mit Geld und nicht ohne Geld zu erfüllen. Ich habe noch keine Rechnung bekommen auf der steht: „Betrag wurde bereits von Gott bezahlt.“ Ich musste bis jetzt jede Rechnung persönlich bezahlen und zwar mit Geld.

Gott versorgt uns. Wie er das tut hat er nicht gesagt.

Ich bekam einen Anruf. Der Anrufer fragte, wie es meinem Auto ginge. Darauf war ich nicht gefasst und schon gar nicht, als ich hörte, dass er mir sein Auto schenken wolle.

Als wir nach Ostdeutschland umgezogen sind hat meine Frau lange Zeit keine Arbeit gefunden. Nach zwei Jahren hat ihr Arbeitgeber ihr ein Heimarbeitsplatz ermöglicht. Das war bis dahin völlig undenkbar und in dieser Form noch nie dagewesen.

Wir sind Gott dankbar für Freunde und Arbeitgeber, durch die er uns so gut versorgt. Gott kann uns durch eine gute Arbeitsstelle versorgen, indem er uns Sponsoren zur Seite stellt oder durch das Erbe einer reichen Tante. Gott kann und wird uns versorgen. Er entscheidet auch wie er es tut – nicht ich.

Unsere persönliche Finanzkraft stärkt oder schwächt unsere eigene Mission.

Ich bin der erste Investor meiner Gemeindegründung und Mission. Meine persönliche Finanzkraft ist, vor allem am Anfang, die Finanzkraft meiner Mission. Meine mangelnden Finanzen blockieren ihre Entwicklung.

In der Mission ist es großartig zu erleben, wie Gott uns versorgt. Gleichzeitig sollten wir nicht vergessen, was Jesus gelehrt hat: „Geben ist seliger als nehmen.“ (Apostelgesichte 20,35). Gemeindegründer und Missionare sind vor allem Geber und erst in zweiter Linie Empfänger.

Behüte dein Herz.

Geld ermöglicht mir nicht nur, dass ich meine Rechnungen bezahlen kann. Geld ist auch eine Form von Wertschätzung. Vor Jahren litt ich an diesem Punkt. Obwohl ich schon mehrere Jahre voll arbeitete, wurde ich nicht nach Tarif bezahlt. Es ging mir dabei nicht einfach darum mehr Geld zu verdienen. Ich fragte mich viel mehr: „Ist meine Arbeit nur so viel wert?“

Für eine Zeit ist es okay spartanisch zu leben. Aber dies sollte kein Dauerzustand sein. Wir müssen dafür sorgen, dass wir finanziell gut versorgt sind. Auch, wenn es bedeutet, nebenher zu arbeiten. Wichtig ist: Achte auf dein Herz. Du wärst nicht der erste, der über diesen Punkt bitter wurde.

Es geht nicht nur um mich.

Es geht auch um meine Familie. Ich wuchs als Kind von Missionaren auf. Wir haben Familienurlaube gemeinsam genossen. Wir haben Geschenke bekommen. Meine Kindheit in der Mission war eine unbeschwerte Zeit. Aus dieser Zeit kenne ich das Gefühl des Mangels nicht. Keine Ahnung, wie es meine Eltern geschafft haben, aber sie taten es. Mum & Dad, ich danke euch dafür. Ihr seid Vorbilder für mich.

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