Schon mehr als ein Jahr lebe ich in einer neuen missionarischen Herausforderung – in Ostdeutschland. Eine Hilfe ist mir dabei, wie Jesus seine Mission, seine Sendung, lebte. Entdeckt habe ich das in Markus 1,35:

„Früh am Morgen, als es noch völlig dunkel war, stand Jesus auf, verließ das Haus und ging an einen einsamen Ort, um dort zu beten. … “

„Leg’ los!“ und: „Achte darauf, dass deine Seele gut gesättigt ist.“ Diese beiden Merkmale kennzeichnen aus meiner Sicht die Mission Jesu.

Leg’ los!

Früh am Morgen, als es noch völlig dunkel war, stand Jesus auf, verließ das Haus und ging … All das Gute, das durch Jesus Christus im Leben von Menschen geschehen ist, begann damit: Jesus stand auf und ‚legte los‘!

Zu meinen Freunden habe ich immer wieder gesagt: „Ich bin ein theoretischer Draufgänger!“ Ja, ich kann gut darüber reden, was wir tun könnten. Aber das Umzusetzen … Dann kam „Thüringen“, und ich ‚legte los‘: Haus verkauft, Stelle gekündigt, ab nach Thüringen, an einen Ort ohne Gemeinde, Arnstadt, wo ich niemand kannte. Zu meinem Geburtstag bekam ich von einem guten Freund diese kurze SMS: „Du bist jetzt kein ‚theoretischer Draufgänger‘ mehr!“ Coole Nachricht– oder?

Zuvor hatte ich meiner Frau bei einer Einladung zum Mittagessen gesagt, dass meine Zeit an unserem bisherigen Dienstort zu Ende sei, und es könnte nach Thüringen gehen. Dazu muss man wissen: Mein Frau ist an diesem Ort geboren, ihr ganzes Leben hat sich an diesem Ort abgespielt. Die Tränen liefen ihr, aber ohne weitere Überlegung ist sie „aufgestanden“ und hat gesagt: „Ich bin mit dabei“. Als es noch völlig dunkel war, als alles noch unklar war …

Heute ist dein Tag!

Warum bleiben wir dennoch manchmal „theoretische Draufgänger“ in unserem missionarischen Auftrag? Ein Grund dafür ist sicher, dass jetzt nicht der „richtige“ Zeitpunkt ist! Ich weiß nicht, ob frühmorgens, wenn es noch völlig dunkel ist, der „richtige“ Zeitpunkt ist, irgendetwas zu tun. Tausend Gründe fallen mir ein, liegenzubleiben! Aber Jesus hat nicht auf den „richtigen“ Zeitpunkt gewartet. Er „legte“ einfach frühmorgens „los“.

Stellt euch vor: Ich lebe heute, nicht erst morgen. Heute kann ich Gutes tun. Heute kann ich Gottes Absichten verwirklichen. Heute ist meine Chance. Heute ist „mein“ Tag!

Stellt euch vor, Steve Jobs hätte gewartet, bis die Welt bereit war für coole Computer; Otto Benz hätte gewartet, bis seine Mitmenschen ein Auto für eine gute Erfindung hielten; Martin Luther hätte gewartet, bis seine Kirche soweit war, die Rechtfertigung vor Gott aus Gnade zu akzeptieren; und Nelson Mandela hätte gewartet, bis Südafrika bereit war, Diskriminierung abzuschaffen. Wenn diese Menschen auf den richtigen Zeitpunkt gewartet hätten, würden wir heute viel Gutes missen!

Leg los. Heute ist dein Tag!

Frage: Was ist deine Mission? Wann legst du damit los?

3 Gedanken zu “Mission leben, ohne zu erschöpfen Teil I

  1. Hey …- – -,
    was für ein Wandel ! oder ? -?
    Ist es überhaupt eine Veränderung?, oder haben wir all diese Möglichkeiten nicht schon längst in uns?, – von Gott gegeben – ich -nach seinem Ebenbild geschaffen?, – – – also alles schon in mir? —
    Nach allen Erfahrungen, die ich mit meinem Gott machen durfte, und diese sind, gemessen an meiner recht kurzen Lebenszeit mit Gott (10 Jahre, bin 48), sehr intensiv gewesen, – kann ich für mich sagen, Gott hat seine Zeit für mich, seinen Plan für mich, seine Aufgaben für mich, meine Motivationen, Leidenschaften + Liebe für mein Leben längst schon festgelegt und abrufbereit in mein Herz gelegt. Es ist nur an mir selbst, IHN ins Boot zu lassen, IHM es zu überlassen, was dran ist und was nicht. Zeit – – – und Geduld ist, was ICH oft nicht habe!,- mich aber leider daran hinderte und auch heute noch, -zu spühren und auch hören zu können, was er sich für mein leben wünscht, – was dran ist umzusetzen.
    Gebe ich IHM immer zuerst meine Zeit – – -? Ist er meine #1, oder stehen meine Ängste, Sorgen, Süchte, Eitelkeiten, Zweifel – steht mal wieder eins meiner Mangel mir selber im Wege?
    Ja, ich bin ein Macher, aber lerne immer mehr, erst die Zeit mit Gott zu suchen, mich bei IHM aufzutanken, bei IHM den Bauplan abzuholen,

    „Stille Zeit“
    Die Zeiten abbrennen lassen, wie eine Kerze.
    Etwas Ruhe auflegen, wie eine CD, -auf`s Sofa und die Augen schließen, – uns sehen lernen…
    Die stehten Winter in unseren Herzen waren zu hart, –
    ihre Kälte hat uns krank gemacht.
    Viel zu lange her, den Takt Deines Herzens wahrgenommen zu haben . . .
    Mein Herz wieder öffnen, um Deines zu hören.
    Dein Takt, wie ein Vertrauter, begleitet er das flackernde Kerzenlicht –
    -durch`s noch Dunkel, – zu mir her – – –
    Dem Licht, in dem Du schon so lange auf mich wartest, – – –

    und es wird – einmal mehr sein, – ein kleines oder großes Stück Liebe, Wärme und Geborgenheit,
    mit Dir, – mein Vater.

    Liebe Grüße Jörn

  2. Hallo James,
    In der Bibelstunde beschäftigen wir uns zur Zeit mit den Basics.
    Dabei ist mir aufgefallen, dass uns vieles im Leben Überwindung kostet. Auch früher aufstehen um zu beten. Aber Jesus macht uns zu Überwindern. Seine Kraft füllt uns.
    Viel Spaß als Praktiker
    Margarete

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